Hinweis: Schläft Ihr Kind gut und Sie selbst können auch gut schlafen, sollten Sie nichts verändern, auch wenn das Kind in Ihren Armen oder beim Stillen einschläft. Wenn Probleme beim Schlafen bestehen, können die folgenden Punkte hilfreich sein:
- Bringen Sie Ihr Baby in die Rückenlage, wenn Sie es schlafen legen. Sprechen Sie Ihre Hebamme oder Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt an, um weitere Informationen zum sicheren Schlaf für Ihr Kind zu erhalten.
- Der günstigste Schlafplatz für Ihr Baby (bis 6 Monate) ist ein eigenes Bettchen im selben Zimmer wie die Eltern.
- Sie können folgende Schritte probieren, damit Ihr Baby/ Kleinkind lernen kann, selbstständig ohne Ihre Hilfe am Abend und in der Nacht einzuschlafen:
→ Dimmen Sie das Licht in der Schlafumgebung Ihres Kindes. In der Nacht sollte der Lichtpegel niedrig sein – es muss aber auch nicht stockdunkel sein. Sie können beispielweise abgedunkelte Lampen benutzen oder die Tür einen Spalt weit offen lassen.
→ Bleiben Sie bei Ihrem Kind, bis es zur Ruhe kommt, aber lassen Sie es im Bettchen liegen. Längere Unruhephasen und Schreien beim Einschlafen sind nicht ungewöhnlich und in der Regel kein Hinweis auf Schmerzen. Sollten Sie das Bedürfnis verspüren, sich zu entfernen oder selbst eine Auszeit benötigen, nehmen Sie sich diese und kommen nach wenigen Minuten zurück oder lösen sich mit einer anderen Bezugsperson ab.
→ Hinweis: Wenn Sie die Einschlafsituation Ihres Kindes verändern (z.B. nicht mehr Herumtragen zum Einschlafen), dann wird Ihr Baby vielleicht schreien und wieder richtig wach werden. In den ersten Tagen kann es bis zu einer Stunde dauern, bis Ihr Baby wieder richtig müde wird und einschlafen kann. - Die Nacht sollte für Ihr Baby/Kleinkind möglichst wenig interessant gestaltet werden, denn sie ist zum Schlafen da!
→ Versuchen Sie, die Beleuchtung nachts auch gering zu halten, wenn Sie Ihr Baby füttern.
→ Sprechen Sie wenig und spielen Sie nicht mit Ihrem Baby, wenn Sie es nachts füttern. - Wenn Ihr Baby nicht (wieder-) einschlafen kann, überprüfen Sie die folgenden Möglichkeiten:
→ Vielleicht braucht Ihr Baby eine neue Windel.
→ Vielleicht muss Ihr Baby ein Bäuerchen machen.
→ Vielleicht ist Ihrem Baby zu warm oder zu kalt. Schwitzt Ihr Baby? Fühlt sich Ihr Baby kühl an? Die Körpertemperatur Ihres Babys sollte bei ca. 37 Grad liegen. Versuchen Sie entsprechend, ihm Teile der Kleidung entweder aus- oder zusätzlich anzuziehen.
→ Wenn Ihr Kind schon älter als 6 Monate ist, können Sie Ihrem Kind ein Kuscheltier mit ins Bettchen geben. Diese „Schlafhelfer“ sind für Ihr Kind Sicherheits- und Bindungsobjekte und können Ihr Kind unterstützen, besser ein- und durchzuschlafen. - Babys sind häufig unruhig, bevor sie schließlich in den Schlaf finden – das bedeutet nicht unbedingt, dass Sie eingreifen müssen. Ab einem Alter von ca. 3-4 Monaten können Sie Ihrem Kind ein bisschen Zeit geben, selbst zu versuchen, in den Schlaf (zurück) zu finden.
- Sie können Einschlaf-Rituale entwickeln, die Ihr Baby/ Kleinkind mag. Je gleichbleibender und vorhersagbarer diese Rituale sind, desto einfacher wird es Ihrem Kind fallen, einzuschlafen.
→ Die Einschlaf-Rituale können beruhigende Aktivitäten wie Wickeln, Massieren oder Vorsingen sein.
→ Sie können die Einschlaf-Rituale in etwa 15 Minuten vor der eigentlichen Bettgehzeit beginnen. - Bereits mit 3-4 Monaten braucht Ihr Baby, wenn es gut entwickelt ist, nachts nicht mehr so häufig eine Milchnahrung. Wenn Ihr Kind nachts bereits nach weniger als 2 Stunden aufwacht, versuchen Sie, es zunächst mit einem Schnuller zu beruhigen, bevor Sie ihm die Brust oder Flasche anbieten.
- Wenn Ihr Baby in etwa 4 Monate alt ist, sollten Sie eine bestimmte Zubettgehzeit festlegen.
- Wacht Ihr Baby im Alter von etwa 6 Monaten nach wie vor regelmäßig nachts auf und braucht Ihre Unterstützung zum Wiedereinschlafen, ist es zielführend, dass das Baby das selbstständige Einschlafen zunächst am Abend lernt (s.o.). Die meisten Babys können dann auch nachts wieder alleine einschlafen.
- Fühlen Sie sich ständig mit der Schlafsituation Ihres Kindes überfordert, dann ist es ratsam, professionelle Hilfe aufzusuchen – bei Ihrer Hebamme, bei Ihrer Kinderärztin/ Ihrem Kinderarzt oder in einer speziellen Beratungsstelle. Unter dem Menüpunkt Notfall & Hilfe finden Sie ein Verzeichnis geeigneter Anlaufstellen für professionelle Hilfe in Ihrer Nähe.