Wenn Ihr Baby scheinbar grundlos schreit, kann es für Sie schwierig sein, es zu beruhigen.

Am wichtigsten ist, dass Sie selbst ruhig bleiben.

  • Sie können sich mit Ihrem Baby in einer ruhigen Umgebung hinsetzen und es im Arm halten.
  • Sie können mit Ihrem Baby im Arm in ruhiger Umgebung im Raum auf und ab gehen.
  • Wenn Ihr Baby anhaltend schreit und das schwer für Sie auszuhalten ist, dürfen Sie zur Entlastung auch Schallkopfhörer/Ohropax anwenden, während Sie mit Ihrem Baby in ruhiger Umgebung auf und ab gehen.

Manchmal kann es sein, dass Ihr Kind selbst dann nicht aufhört zu schreien, wenn Sie alles versucht haben, um es zu beruhigen. Erinnern Sie sich daran, dass Ihr Baby in eine ganz neue Welt hineingeboren wurde, die manchmal auch verwirrend und sehr aufregend sein kann.

Sie helfen Ihrem Kind, sich sicher und geborgen zu fühlen, indem Sie selbst ruhig bleiben und die Anzahl der Reize in seiner Umgebung reduzieren:

  • Halten Sie helles Licht und laute Geräusche (Radio, Fernseher) in Anwesenheit Ihres Babys gering.
  • Vermeiden Sie schnelle Bewegungen (z. B. durch Babywippe, Baby Gym/Spielbogen).
  • Ihr Baby kann am besten neue Situationen, Spielchen und Beziehungsangebote aufnehmen, wenn es in einem wachen, ruhigen und aufmerksamen Zustand ist.
  • Lassen Sie Ihr Kind in einem ruhigen Zimmer (abgeschirmt von Familienaktivitäten) schlafen.

Damit sich Ihr Baby geborgen und sicher fühlt, können Sie auch bestimmte Alltagsroutinen etablieren:

Versuchen Sie, Aktivitäten regelmäßig in einer bestimmten zeitlichen Reihenfolge oder in derselben Art und Weise zu wiederholen, damit sie für Ihr Kind vorhersehbar werden. Dazu gehören:

  • Ein regelmäßiger Tagesrhythmus hilft Ihrem Baby, sich besser zu regulieren: Füttern/Stillen nach dem Aufwachen, Zeit für gemeinsames Spielen und Kennenlernen z.B. beim Wickeln, gemeinsame Ruhe- und Entspannungsphasen, Schlafenszeit.
  • Bringen Sie Ihr Baby zur Ruhe und zum Schlafen, sobald Sie erste Signale von Müdigkeit bei ihm bemerken.
  • Sie können Ihrem Kind beim Zu-Bett-Bringen Kinderlieder vorsingen oder beruhigend mit ihm sprechen.
  • Möglicherweise hilft es Ihrem Baby, wenn Sie mit ihm kuscheln und direkten Hautkontakt herstellen.

Babys schreien auch, wenn sie übermüdet und überreizt sind. Bei Unruhe und Quengeln versuchen Sie frühzeitig wieder, das Baby zur Ruhe und zum Schlafen zu bringen. Ihr Baby braucht in den ersten Monaten hierzu noch Unterstützung.

  • Babys beruhigen und regulieren sich beim Saugen. Sie saugen daher gerne an ihren Händchen und beruhigen sich mit dem Schnuller oder beim Stillen. Bieten Sie Ihrem Kind immer wieder einen Schnuller an, wenn es unruhig ist oder wenn Sie es zu Bett bringen. Das Schlafen mit einem Schnuller ist für Ihr Baby unbedenklich und sicher.

Je älter Ihr Kind wird, desto weniger wird es in der Regel schreien – es lernt immer mehr, sich selbst zu beruhigen. Es kann für Eltern sehr schwierig sein, einzuschätzen, wie schnell sie auf das Schreien ihres Babys reagieren sollten. Sie können Ihrem Baby ab einem Alter von ca. drei Monaten dabei helfen, sich selbst zu beruhigen.

  • Wenn Ihr Baby lediglich quengelt oder jammert, aber noch nicht schreit, können Sie versuchen, ihm einen Moment Zeit zu lassen, in dem es lernen kann, sich selbst zu beruhigen.
  • Am wichtigsten ist es, dass Sie einen Weg finden, auf das Schreien Ihres Babys zu reagieren, mit dem Sie sich wohl fühlen. Es ist wichtig zu wissen, dass keine Gefahr besteht, neugeborene Babys zu verwöhnen. Sie können Ihr schreiendes Baby so oft und so lange im Arm halten, wie Sie möchten, um es zu beruhigen.

Sie sollten wissen, dass sich Ihr Baby manchmal trotz aller Bemühungen nicht beruhigen lassen wird. Das Schreien Ihres Babys kann für Sie starken Stress bedeuten und es können Gefühle der Traurigkeit oder Wut entstehen. Wenn Sie befürchten, dass diese Gefühle Sie überwältigen könnten, suchen Sie sich bitte umgehend Hilfe. Für akute Krisensituationen finden Sie unter dem Menüpunkt „Notfall & Hilfe“ einen Notfall-Plan mit Notfall-Kontakten.