0-4 Monate: Stillen/Fläschchen-Nahrung
- Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie selbst nicht genügend Milch haben, sollten Sie Ihrem Baby i.d.R. keine Fläschchen-Nahrung als Ergänzung geben. Dadurch trinkt Ihr Baby weniger an Ihrer Brust, was wiederum dazu führt, dass Sie weniger Milch bilden. Je mehr Ihr Kind von Ihrer Brust trinkt, desto mehr Milch wird für das nächste Stillen bereitgestellt. Obwohl sich viele Mütter Sorgen darüber machen, dass sie nicht genügend Milch haben, kommt es tatsächlich nur sehr selten vor, dass die Muttermilchmenge für das Baby nicht ausreicht. Fragen Sie in einem solchen Fall Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme.
4-8 Monate: Einführung von fester Nahrung
- Füttern Sie Ihr Kind nicht in einem Raum, in dem eine hohe Lautstärke herrscht (z.B. laufender Fernseher, Radio etc.). Solche Ablenkungen machen es Ihrem Baby schwer, sich auf das Essen zu konzentrieren.
- Während des Fütterns sollten Sie selbst nicht zu hoch sitzen. Für eine positive Atmosphäre während der Mahlzeit ist es wichtig, dass Sie einen guten Kontakt auf Augenhöhe mit Ihrem Baby aufbauen können.
- Üben Sie keinen Druck auf Ihr Baby aus und zwingen Sie es nicht zum Essen! Dies kann eine Nahrungsabwehr verschlimmern. Durch Druck und Zwang lernt Ihr Baby, dass Mahlzeiten etwas Unangenehmes sind. Bitte denken Sie daran, dass Sie als Eltern darüber entscheiden können, wann, wie oft und was Ihr Baby zu Essen bekommt. Jedoch bestimmt Ihr Baby, ob und wie viel es zu sich nimmt.
- Bieten Sie Ihrem Baby erst einmal keine zu großen Portionen an. Bestimmte Zeichen wie Wegdrehen, Kopfschütteln oder Zeigen von Desinteresse zeigen Ihnen, dass Ihr Kind satt ist.
- Füttern Sie Ihr Kind nicht zu schnell. Sie sollten Ihrem Kind genügend Zeit geben, das Essen ausführlich zu entdecken, beispielsweise durch Berühren oder Riechen.
- Bieten Sie Ihrem Kind nicht zu viel verschiedenes neues Essen auf einmal an.
Ab 8 Monaten: Feste Nahrung
- Kombinieren Sie nicht Lob und Tadel! Versuchen Sie, Ihr Kind nicht auf vergangene Misserfolge beim Essen hinzuweisen. Freuen Sie sich stattdessen mit Ihrem Kind, wenn eine Mahlzeit gut geklappt hat.
- Versuchen Sie nicht, Ihr Kind über Bestechung zum Essen zu bringen. Vermeiden Sie beispielsweise Sätze wie „Du bekommst Süßigkeiten, wenn du das hier isst“ – das wertet die Hauptspeise unnötig ab.
- Bestrafen Sie Ihr Kind nicht, wenn es nicht isst! Das macht die Mahlzeit für alle zu einer stressigeren Situation.
- Suchen Sie keine Schuldigen für die Fütterschwierigkeiten Ihres Kindes.
- Suchen Sie frühzeitig Hilfe und Unterstützung bei Ihrer Hebamme, bei Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt oder in einer Beratungsstelle. Unter dem Menüpunkt “Notfall & Hilfe” finden Sie ein Verzeichnis geeigneter Anlaufstellen für professionelle Hilfe in Ihrer Nähe.