Babys, Kleinkinder, aber auch ältere Kinder und wir Erwachsene haben eines gemeinsam: Wir alle benötigen Schlaf. Ausreichend Schlaf hilft uns dabei tagsüber zu lernen, uns konzentrieren zu können und uns fit zu fühlen. Er ist auch wichtig für unser Wachstum, unsere Entwicklung und Regeneration. Deswegen verbringen wir etwa ein Drittel unseres gesamten Lebens schlafend.
Bereits gegen Ende der Schwangerschaft erlebt Ihr ungeborenes Baby unterschiedliche Phasen des Schlafens, Träumens und Wachseins. Diesen Schlaf-Wach-Rhythmus, den es aus dem Mutterleib kennt, führt es nach der Geburt zunächst fort – dabei spielt es erst einmal keine Rolle, ob gerade Tag oder Nacht ist. Es dauert einige Zeit, bis Ihr Kind sich an den Tag-Nacht-Rhythmus angleicht, den wir Erwachsene kennen.
Von Geburt an verfügt Ihr Baby über bestimmte Fähigkeiten zur Selbstberuhigung, um z. B. zur Ruhe zu kommen oder in den Schlaf zu finden. Zu Beginn sind diese noch nicht besonders stark ausgeprägt, weshalb Ihr Kind beim Einschlafen auf Ihre Unterstützung angewiesen ist. In den ersten Lebensmonaten entwickeln sich diese Fähigkeiten zwar immer weiter, sie sind aber von Kind zu Kind unterschiedlich stark ausgeprägt.
Zusätzlich hängen sie vom individuellen Entwicklungsstand und der Persönlichkeit Ihres Babys ab. Auch Ihr Verhalten als Eltern hat darauf einen Einfluss (sehen Sie auch „Praktische Tipps im Umgang mit Ihrem Kind“). Jedes Baby ist unterschiedlich: Manche Babys finden schon nach wenigen Wochen problemlos selbständig in den Schlaf, während Ihr Kind vielleicht noch länger Hilfe benötigt, um zur Ruhe zu kommen. Zu lernen, dass nachts unsere Hauptzeit zum Schlafen ist, braucht Zeit. Babys und Kleinkinder haben (genau wie wir Erwachsene) ganz verschiedene Schlafbedürfnisse und -angewohnheiten.

Wissenschaftlich belegte Fakten zum Nachtschlaf von Babys
- Babys werden nicht mit der Fähigkeit geboren, nachts durchzuschlafen. Dies müssen sie erst nach und nach erlernen.
- Mehrmaliges nächtliches Aufwachen in den ersten 6-8 Lebensmonaten ist Teil einer normalen Entwicklung. Da Babys im ersten Lebenshalbjahr ihr Geburtsgewicht in etwa verdoppeln sollten, müssen sie auch nachts regelmäßig gefüttert werden.
- Die längste Schlafphase folgt meist auf die längste Wachphase. Babys kann es daher dabei helfen, nachts besser zu schlafen, wenn sie abends vor dem Einschlafen für eine längere Zeit wach waren.
- Eine abgedunkelte Schlafumgebung ist für die Entwicklung eines gesunden Nachtschlafs ein wesentlicher Faktor.