
Wenn das exzessive Schreien (oder „3-Monats-Koliken“) nach dem 3. Lebensmonat abklingt, wird es als normale Anpassungsphase verstanden. Es hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.
Allerdings empfinden Eltern das exzessive Schreien für sich selbst oft als starke Belastung. Es führt meist zu starker Erschöpfung und kann auch depressive Gefühle und Ängste verursachen. Diese wiederum können z. B. die Paarbeziehung belasten.
Eltern von Kindern, die exzessiv schreien, schildern oft große Hilflosigkeit und starke Verzweiflung. Es kommt leider vor, dass die Überforderung so groß wird, dass Eltern ihre Babys schütteln. Das exzessive Schreien gilt somit als ein Risikofaktor für das Schütteln von Babys durch die Eltern, was zu lebensbedrohlichen Verletzungen des Gehirns und Rückenmarks des Babys führen kann.
Egal, wie verzweifelt Sie einmal sein mögen – schütteln Sie Ihr Kind niemals! Schütteln kann zu schwerer Behinderung oder zum Tod Ihres Babys führen. Wenn Sie befürchten, dass Stress und negative Gefühle Sie überwältigen, sodass Sie die Kontrolle über sich selbst verlieren könnten, finden Sie unter dem Menüpunkt „Notfall & Hilfe“ einen Notfall-Plan mit Notfall-Kontakten.
Wenn Ihr Kind exzessiv schreit, ist es wichtig, dass Sie selbst ruhig bleiben. Informationen und Übungen dazu finden Sie unter „Für Mich„.