Alle Babys sind einerseits interessiert an neuen Erfahrungen, andererseits zeigen sie aber auch „Vorsicht vor dem Neuen“ (sogenannte Neophobie): Dies zeigt sich auch bei neuen Geschmäckern oder neuen Konsistenzen von Nahrung (z. B. Brei). Es ist ein vollkommen normales Verhalten für Babys, das Gesicht bei neuer Nahrung zu verziehen und diese evtl. erst einmal wieder auszuspucken. Jedes Baby ist einzigartig: Manche Babys können neue Nahrungsangebote schnell akzeptieren, während andere wiederholt eine ganz sensible Auseinandersetzung mit neuer Nahrung und neuen Geschmäckern brauchen.

Eltern haben oft ein Gefühl dafür, wann ihr Kind bereit für neue Kost ist. Vielleicht ermutigen Sie Ihr Kind durch einen positiven, freundlichen Gesichtsausdruck und liebevolle, rückversichernde Worte, wenn es zunächst durch den neuen Geschmack oder die neue Konsistenz irritiert sein sollte. Vielleicht öffnen und schließen Sie dazu unbewusst auch Ihren eigenen Mund und animieren Ihr Kind so in der Füttersituation zum Nachahmen. Instinktiv passen Sie Ihre Stimme, Sprechweise, Mimik und Körpersprache auf die momentanen Bedürfnisse, Befindlichkeiten und den Entwicklungsstand Ihres Kindes an. Diese scheinbar automatischen, reflexartigen Verhaltensweisen sind als „intuitive Elternkompetenzen“ bekannt und evolutionsbiologisch verankert. Sie helfen Ihnen dabei, Ihr Kind in allen Alltagsbereichen gut zu versorgen.